»Gemeinsam
für mehr Gerechtigkeit«
DIE LINKE.
RÜGEN - HIDDENSEE
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Nein
zur festen "Fehmarn-Belt-Querung"! am 23.07.2010
in Sassnitz mit der Fraktion DIE LINKE im
Bundestag und Dr. Dietmar Bartsch
auf dem
großen Rügenplatz an der neuen Brücke zum Hafen
Sassnitz von 12-15 Uhr
Linke stärkt Landrätin Kerstin Kassner den Rücken
Der
Kreisverband der Linkspartei Rügen und
Hiddensee kritisierte auf seiner heutigen
Sitzung scharf das von der Bundesregierung
vorgelegte Sparpaket, dass einseitig die
Schwachen in der Gesellschaft belastet z.B.
durch die Streichung des Elterngeldes für
Hartz IV-Empfänger. Die Verursacher der
Krise werden dagegen weiter geschont. Aber
auch aus wirtschaftlicher Sicht sind
Einsparungsvorschläge wie z.B. die
Halbierung der Städtebauförderung
kontraproduktiv. Ignoriert wird nicht nur
der Bedarf in den Kommunen des Landes,
sondern auch die zu erwartendenerheblichen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft und Arbeitsplätze.
Landrätin Kerstin Kassner konstatierte,
dass die ersatzlose Streichung der
Heizkostenpauschale als möglicher Zusatz
zum Wohngeld dazu führen wird, dass
Einwohner des Kreises in den Kreis der Hartz
IV-Empfänger zurückfallen könnten. Damit
würde sich der Bund aus finanziellen
Verpflichtungen erneut zurückziehen und die
Kommunen über die Kosten der Unterkunft
belasten.
Der
Kreisvorstand der Linkspartei Rügen und
Hiddensee hat sich auf seiner Sitzung
demonstrativ hinter Landrätin Kerstin
Kassner gestellt und insbesondere aus Reihen
der CDU und FDP erhobene Vorwürfe der Untätigkeit
der Landrätin zurückgewiesen. Der
Landkreis hat sich keiner Kooperation mit
Nachbarkreisen und -städten verschlossen.
So werden Aufgaben der Rettungsleitstelle
und des Katasteramtes künftig gemeinsam gelöst.
Die Zusammenarbeit der Verkehrsbetriebe wird
intensiv vorangetrieben. Dabei geht es
darum, Aufgaben gemeinsam kostengünstiger
zu erledigen, ohne die Sicherheit oder das
Leistungsangebot für die Bürger einzuschränken.
Kooperationen ändern aber nichts daran, das
Hauptkritikpunkt an der von der
Landesregierung geplanten Kreisgebietsreform
der Abbau von demokratischen
Selbstverwaltungsrechten im großen Stil
ist. Dies ist nicht hinnehmbar und führte
dazu, dass sich der Kreistag erneut zur
Klage gegen das Reformvorhaben entschlossen
hat und für Rügens Selbstständigkeit
eintritt. Ein anderes Votum hat der Kreistag
der Landrätinals Handlungsauftrag nicht erteilt.
„Ich will geradlinig bleiben“ lautet
deshalb auch die Antwort der Landrätin.
Zugleich weist sie nochmals darauf hin, dass
es unredlich ist, die kommunale Ebene
finanziell Stück für Stück auszutrocknen,
woran auch Rügener Landtagsabgeordnete mit
ihrer Abstimmung zum Finanzausgleichsgesetz
beteiligt sind.